​JUST ME - WARUM ICH SCHREIBE. WAS MICH ANTREIBT.

Ich bin 1968 geboren, verheiratet und lebe in der Nähe von Stuttgart.

Nach über zwanzig Jahren in der Werbebranche, war es an der Zeit für ein paar grundlegende Veränderungen. So habe ich mich 2007 wieder verstärkt dem zugewandt, was mich schon in Kinder- und Jugendtagen fasziniert hat: Dem Schreiben und Erfinden von außergewöhnlichen Geschichten und den Welten, in denen sie spielen.

Mit der Veröffentlichung von Dämonendämmerung ist für mich ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen, und ich freue mich darüber, dass noch weitere spannende Bücher aus meiner Feder folgen werden.

10 FRAGEN, DIE MEINE LESER AM MEISTEN BESCHÄFTIGEN:

1. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich schreibe schon seit meiner Jugend; damals waren es jede Menge Tagebücher, die von mir gefüllt wurden. Später sind dann Pressetexte, Produktbeschreibungen und andere Werbepublikationen daraus geworden, bis ich 2007 mich an das bellestristische Schreiben gewagt habe.

2. Wie sieht dein Arbeitstag aus?

Der unterscheidet sich eigentlich gar nicht so sehr von dem anderer Menschen, die sich jeden Tag an einen Schreibtisch setzen, denn ich tue dasselbe. Nur dass ich das ausgesprochene Glück habe, mit dem Schreiben auch meiner Leidenschaft nachgehen zu können.

Mein Tag beginnt mit dem obligatorischen Kaffee - kein Zucker, dafür umso mehr Milch - denn ohne den geht gar nichts. Dann geht´s in mein Arbeitszimmer und ans Schreiben. 

Das Geschriebene vom Vortag wird noch einmal grob überarbeitet, dann wird an der eigentlichen Geschichte weitergeschrieben. Mein Tagespensum liegt zwischen 1.000 und 1.500 Wörtern. Meist höre ich danach nicht einfach auf, sondern mache mir ein paar stichwortartige Notizen, wie ich die Geschichte am nächsten Tag weiterführen will.

Nach dem Schreiben, steht das Buchmarketing auf dem Programm, da ich meine Bücher im Selbstverlag veröffentliche, gehört auch das zu meinen Aufgaben. Denn leider geht ohne eine entsprechende Vermarktung nichts. 

3. Welche Genre bedienst du und warum?

Zur Zeit schreibe ich in den Genre (Urban) Fantasy und Historical Romance. Ich lese beides gern und zudem liegen hier noch einige Projekte in meiner Schublade, die ich gern veröffentlichen würde. Ein unschätzbarer Vorteil ist auch, dass beide Genre die gleiche Leserschaft bedienen, so kann mein Leserkreis mit jedem veröffentlichten Buch hoffentlich ein bisschen größer werden.

4. Woher nimmst du deine Ideen?

Ich möchte nicht - von der irreführenden Hoffnung beseelt, einen Megaseller zu landen - irgendeinem Mainstream hinterherschreiben, daher entwickle ich im belletristischen Bereich nicht gezielt Buchprojekte. Dazu ist mir auch das Schreiben an sich viel zu wichtig. In erster Linie liegt mir daran, Bücher zu Papier bringen, die ich selbst gerne lesen würde und von denen ich der Meinung bin, dass es sie in dieser Form noch nicht gibt. Die Geschichte findet somit am Ende mich und nicht umgekehrt. Oft reicht ein kleiner Auslöser, um in meinem Kopf eine Idee entstehen zu lassen. Diese Gedankenskizze schreibe ich dann altmodisch und handschriftlich in ein Notizbuch. Ich notiere alles, was mir in diesem Moment dazu einfällt, dann gebe ich dem Ganzen erst einmal Zeit und lege es zur Seite. Wenn mich die Idee nach einigen Tagen oder manchmal auch Wochen immer noch fasziniert, wird sie Stück für Stück weiterentwickelt, bis das Konzept zu einem neuen Buch daraus entsteht.

5. Was bedeutet es für dich, Autorin zu sein?

Tägliches Training in Selbstdisziplin.

Nein, Spaß bei Seite. Ich bin wirklich dankbar und glücklich, dass ich diesen Beruf ausüben und dem Schreiben einen Großteil meiner Zeit widmen darf. Für mich bedeutet mein Tun - nachdem ich keinem Verlag verpflichtet bin - vor allem eines: Grenzenlose Freiheit. In meinem Arbeiten. In meinem Denken. In meinen Büchern. Ein hohes Gut, das ich schätzen und lieben gelernt habe und das ich in Zukunft nicht mehr missen möchte.

6. Was treibt dich an?

Die Möglichkeiten, die sich im Moment jedem verlagsfreien Autor bieten und die Menge an Ideen, die durch meinen Kopf geistern.

7. Warum arbeitetst du ohne Verlag und vermisst du etwas?

Fangen wir mit dem hinteren Teil der Frage an. Ich könnte nur etwas vermissen, wenn ich es zuvor jemals gehabt hätte, demnach kann ich den zweiten Teil mit einen klaren "Nein" beantworten.

Als ich mit dem belletristischen Schreiben anfing, träumte ich natürlich von einem Verlagsvertrag und einem Agenten, denn das Selfpublishing gab es damals in Deutschland noch nicht. Dann irgendwann lagen mehrere Tausend Seiten hinter mir und mit meinen Schreiben hatten sich auch die Möglichkeiten zur Veröffentlichung weiterentwickelt. Warum sollte ich diese Chance nicht für mich nutzen?

Betrachten wir die Dinge doch einmal, wie sie sind, als Debütant sind die Möglichkeiten beschränkt. Um bei einem bekannten Verlag unterzukommen, braucht es einen guten Agenten. Diese Leute sind heiß umworben, da braucht es schon eine große Portion Glück. Auf mein Glück allein wollte ich mich nicht verlassen, zumal Dämonendämmerung kein absolutes Mainstream-Werk ist. Na ja, und bei Historical Romance werden Verlage und Agenten sowieso spontan taub. Damit war mein weiterer Weg eigentlich schon vorbestimmt: Wenn ich jemals die Chance auf eine veröffentlichung haben wollte, blieb mir gar keine andere Wahl, als mein schriftstellerisches Schicksal einfach selbst in die Hand zu nehmen. 

Mittlerweile muss ich sagen, zum Glück habe ich mich nicht in Verlags- oder Agentenverträge verhaften lassen, denn ich kann frei entscheiden, über welches Thema ich schreibe. Ich kann einfach meine Buchideen umsetzen, ohne mich nach Mainstreamthemen oder Verkaufzahlen richten zu müssen. Das versetzt mich in die ausgesprochen glückliche Lage, einfach nur Schreiben zu dürfen, weil meine Leser am Ende direkt entscheiden können, ob ihnen meine Romane gefallen. Davon können die meisten Verlagsautoren doch nur Träumen.

8. Welche Projekte sind in Planung?

Viele, denn in meinem Kopf wimmelt es nur so von Ideen, die gerne zu Papier gebracht würden. Da muss ich Prioritäten setzen.

An erster Stelle steht im Moment ganz klar die Überarbeitung meiner Historical Romance Saga "Das Lächeln des Falken". Band 1 "Pfade der Hoffnung" ist im Herbst 2013 erschienen, im März diesem Jahres soll das erste E-Short zur Romanserie "Dunkle Herzen" an den Start gehen und vor Weihnachten soll Band 2 "Fern der Heimat" veröffentlicht werden. Parallel zur Das-Lächeln-des-Falken-Serie ist eine weitere Romantic History-Reihe mit dem Arbeitstitel "Restless Hearts" in der Projektphase.

9. Hast du ein Team, das deine Arbeit begleitet?

Ja, denn ohne geht es nicht. Bei Dämonendämmerung - Die Auserwählte war ich noch ziemlich blauäugig und habe nach der Veröffentlichung noch einmal sehr viel Zeit in die Nachbearbeitung stecken müssen, das möchte ich zukünftig vermeiden.

Die Kunst des Schreibens wird oft verkannt und durch die Möglichkeit des Selfpublishing, hat wirklich jeder Schreibwillige oder -wütige die Chance, sein Werk der Öffentlichkeit zu präsentieren. Aber ganz so einfach ist das nicht, denn auch in diesem Bereich sind die Bedingungen härter geworden. Da wird gnadenlos vom Leser ausgesiebt. Mittlerweile gehen jeden Tag eine Vielzahl neuer eBooks an den Start, wer sich da behaupten bzw. aus der Masse, der Selfpublisher abheben will, muss nicht nur gute Ideen haben, sondern auch auf einem wirklich hohen, also professionellen Niveau schreiben und das geht nicht ohne ein gutes Team im Rücken.

10. Was wünscht du dir von der Zukunft?

Dass ich gesund bleibe und hoffentlich noch ganz lange verdammt gute und außergewöhnliche Bücher schreiben darf.

© Sabine Reiff 2013-2014

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